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Kaffee – schwarzes Gold für die Tasse

Von Arabien in die ganze Welt – der Siegeszug des Kaffees

Die Entdeckung

Die Geschichte des Kaffees ist reich an Legenden und Intrigen. Kaffee hat sich zu einem der weltweit am meisten gehandelten Agrarrohstoffen entwickelt und ist ein Lieblingsgetränk, welches in allen Kulturen und Kontinenten gefeiert und genossen wird. 

Alles begann etwa um 800-900 n. Chr., mit dem äthiopischen Ziegenhirten, Kaldi, der bemerkte, dass seine Ziegen nach dem Verzehr von Beeren eines bestimmten Strauches energiegeladener waren. Neugierig probierte auch er die Beeren und stellte fest, dass sie auch auf ihn eine ähnliche Wirkung hatten. Ein Mönch, welcher Kaldi und seinen tanzenden Ziegen begegnete, wurde neugierig und pflückte einige Beeren desselben Strauches. Er zerstampfte sie zu einem Pulver und fügte kochendes Wasser hinzu (dies war vielleicht die erste Tasse Kaffee überhaupt). Als er das Gebräu probierte konnte auch er feststellen das es Energie in ihm freisetzte. So eilte er sogleich zurück in sein Kloster, um seine neue Erkenntnisse mitzuteilen. Die Mönche bejubelten seine Entdeckung als ein "Geschenk des Herrn", denn nun konnten sie während ihrer langen Gebete wach bleiben.

Um circa 1000 n. Chr.: Arabische Händler bringen den Kaffee zurück in ihre Heimat.

Händler brachten den Kaffee über das Rote Meer in den Jemen (Arabien), wo die Pflanze erstmals auf Plantagen angebaut wurde und die Kaffeebohne geröstet. Sie kochten die Kaffeebohnen, um ein Getränk zu erhalten, welches sie Qahwa nannten (wörtlich: das, was den Schlaf verhindert).

1615 - 1700: Über den Hafen von Venedig kommt der Kaffee nach Euro

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Ein venezianischer Kaufmann verliebte sich in den türkischen Kaffee. Er war so verzückt und begeistert von ihm, dass er ihn aus der Türkei mit nach Italien brachte, um ihn dort zu verkaufen. So verbreitete sich der Kaffee rasant in Europa. Bald schon öffneten die ersten Kaffeehäuser in Italien (1645-1655), London (1652) und Paris (1672). Sie wurden zu Orten, an denen man sich gerne mit Freunden und Bekannten versammelte. Viele wichtige Institutionen entstanden in solchen Kaffeehäusern – Börsenmakler beispielsweise versammelten sich damals bei Garraway's in London, und legten hier den Grundstein für die Londoner Börse. Um jedoch die wachsende Nachfrage bedienen zu können, musste mit der Zeit immer mehr Kaffee angebaut werden.

Kaffee als Lifestyleprodukt

Auch im 21. Jahrhundert tut sich noch allerhand auf dem Kaffeemarkt. Inzwischen sind Gourmetkaffees und Kaffee-Spezialitäten gefragt. Das Wort „Barista“ ist für viele kein Fremdwort mehr und in den Küchen wird aufgerüstet: Mal wird von Hand gebrüht, dann wieder die passende Sorte Kapselkaffee ausgewählt oder der Vollautomat bemüht. Auch persönliche Röstungen und Cold Brew sind angesagt.

Zeige mir, was du trinkst, und ich sage dir, wer du bist: Kaffee wird zum Ausdruck eines Lebensgefühls.

 


 

Kaffeeanbau – Der Weg der Kaffeebohne

Landwirte wollen die bestmögliche Qualität an Kaffee gewährleisten. Dies ist dann der Fall, wenn die Kaffeekirsche eine tiefrote Farbe hat. Die Saison der Kaffeekirsche variiert je nach Region und Höhenlage zwischen drei und sechs Monaten. Oftmals befinden sich die Kaffeekirschen an einem Baum in  unterschiedlichen Entwicklungstadien. Auf Grund dessen erntet der qualitätsbewusste Landwirt mehrmals von einer Parzelle, um so die bestmögliche Qualität zu gewährleisten.

Kaffee zu ernten ist harte Arbeit. Einer der vielleicht wichtigsten Faktoren für eine effektive und effiziente Ernte ist die Erntemethode. Bei hochwertigen Arabica-Kaffees ist die Handpflückung die gängigste Methode, denn nur so kann eine gleichmäßige Ernte gewährleistet werden. Die Kirschen werden einzeln gepflückt, in der Regel früh am Tag, wenn die Temperaturen noch etwas kühler sind. Die Arbeiter gehen dabei sehr sorgfältig vor, um sowohl die Kirsche als auch die Gesundheit des Baumes nicht zu beinträchtigen. 

Bauernhöfe auf flacherem Land, in wirtschaftlich besser entwickelten Regionen, können Maschinen für die Kaffeeernte einsetzen. Diese Maschinen fahren von Baum zu Baum und schütteln ihn jeweils von seinen Früchten frei. Nach der Ernte wird die Kaffeekirsche schließlich nach ihrem Reifegrad sortiert.

Strip-Picking ist eine weitere Form der Ernte, die typischerweise als letzte Ernte der Saison angewandt wird. Ähnlich wie bei der maschinellen Ernte pflückt der Pflücker die Kaffeekirschen wahllos vom Ast eines Baumes. Dies geschieht in einem einzigen und effizienten Durchgang der Plantage. Dies ist praktisch da es besonders schnell geht, es liefert jedoch keine qualitätsorientierte Ernte.

Von der Kaffeekirsche bis zur Tasse

Frisch geerntete Kaffeekirschen sollten möglichst schnell weiterverarbeitet werden. Dafür wird alles rund um die Samen, also die Kaffeebohnen, entfernt: Die äußere Haut, das Fruchtfleisch sowie die Hüllen, welche die Samen umschließen. Der auf diese Weise freigelegten Bohnen, wird nun ein Großteil des Wassers entzogen. Anschließend folgt die Sortierung der Bohnen und der Transport des Rohkaffees.

Die Röstung der Bohnen hat einen großen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees. Die Röstung selbst erfolgt nicht in den Erzeugerländern, sondern erst dort, wo der Kaffee schlussendlich auch konsumiert wird. Je stärker die Röstung ausfällt, desto stärker schmeckt auch der Kaffee. Es gibt vier Röststufen: hell, mittel, stark und doppelt.

Zu guter Letzt muss der Kaffee noch gemahlen werden. Auch das beeinflusst den Geschmack, denn je feiner das Kaffeepulver, desto langsamer fließt das Wasser hindurch und desto stärker wird der Kaffee. Ein zu langes Mahlen kann sogar zu einem leicht verbrannten Geschmack führen.

 

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Arabica und Robusta – die zwei Stars im Kaffeeuniversum

Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Sie wissen bereits, dass die beiden bekanntesten Arten von kommerziell angebauten Kaffeebäumen Arabica und Robusta sind. Was sind aber ihre Unterschiede?

Arabica Robusta
60 Prozent der Weltproduktion  40 Prozent der Weltproduktion 

Wächst am besten in großen Höhen (niedrigere Temperaturen). Geringerer Ertrag.

Wächst normalerweise in niedrigeren Höhenlagen (höhere Temperaturen). Höherer Ertrag.
Verfeinerter, hervorgehobener Geschmack und Säuregehalt Weniger verfeinerter Geschmack
Ungefähr 1 Prozent Koffein nach Gewicht Ungefähr 2 Prozent Koffein nach Gewicht
Weniger widerstandsfähig gegenüber Krankheiten, Schädlingen oder Trockenheit Widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten, Schädlingen oder Trockenheit
Artenbezeichnung: Coffea arabica Artenbezeichnung: Coffea canephora (robusta bezieht sich auf die Strapazierfähigkeit des Baumes, nicht auf den Geschmack in der Tasse)
Höheres Preisniveau Niedrigeres Preisniveau

 

Wie der Name es schon vermuten lässt, sind Robusta-Pflanzen unempfindlicher gegen Hitze, Krankheiten und Feuchtigkeit. Sie mögen jedoch keine Kälte. Dadurch erklären sich auch die unterschiedlichen Anbaugebiete: Robusta-Kaffee wird in unter 700 Metern Höhe angebaut, bevorzugt in Südostasien (Vietnam) und Westafrika. Arabica-Kaffee wächst gut in den höheren Lagen von 700 bis 2.100 Metern Höhe. Der sogenannte „Hochlandkaffee“, der in über 1.000 Metern Höhe angebaut wird, gilt als besonders hochwertig. Anbauländer sind hier zum Beispiel Äthiopien, Kenia, Brasilien und Kolumbien.

Single Origins – purer Genuss mit eindeutiger Herkunft

Die Single Origins, auch bekannt unter dem Namen Herkunftskaffee, sind unverschnitten und kommen nur aus einer bestimmten Region. Auf Grund dessen sind sie oft nur zeitweise verfügbar: Der Verkaufszeitraum richtet sich nach der Erntezeit im jeweiligen Land. Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen, Anbaumethoden und Traditionen in der Weiterverarbeitung lassen die verschiedene Kaffees aufleben. Diese Kaffeesorten sind etwas Besonderes für Kaffeeliebhaber, die ein ganz persönliches Kaffee-Erlebnis mit klarem Geschmacksprofil wünschen.

Je nach Verwendungszweck gibt es die Single Origins in unterschiedlichen Röstungen: für Espresso und Filterkaffee. Sie werden gerne schwarz getrunken, da die geschmacklichen Feinheiten in Milchvarianten untergehen würden.

Blends – die hohe Kunst der Mischung

Für Kaffeeblends werden Kaffees aus unterschiedlichen Anbaugebieten geröstet und gemischt. Hierfür werden sowohl Arabica- als auch Robusta-Bohnen verwendet. Das Ziel ist es einen Kaffee mit einem ausgewogenen und gut abgerundeten Geschmacksprofil zu erhalten. Zum Beispiel werden milde mit kräftigen Sorten gemischt um so komplexe Kreationen erschaffen.

Ein Blend gilt als gelungen, wenn er ein harmonisches Geschmacksprofil besitzt. Dazu gehört auch eine gute Crema, die passende Säure und Bitterkeit sowie ein schönes Aroma. Wichtig sind ein vollmundiger Geschmack und ein angenehmer Nachgeschmack des Kaffees.

 


 

Ganze Bohnen für Kaffeevollautomaten

  • NESCAFÉ intensiv, Superiore und Espresso bieten Ihnen ganze Bohnen in der gewohnt guten NESCAFÉ Qualität.
  • Buondi Gold und Buondi Premium bieten Ihnen zwei leidenschaftliche und innovative Bohnenkaffees.
  • Abgerundet wird das Angebot durch Sical Vendig, einem modernen, cremig-intensiven Kaffee.

 

Nescafé-Angebot – Löslicher Kaffee für jeden Geschmack

Acht pure Sorten NESCAFÉ für jeden Geschmack – wählen Sie einfach Ihre Lieblingssorten.

  • Natürlich auch mit entkoffeiniertem Kaffee.
  • Hinzu kommen drei leckere Varianten mit Milch.

 

Nespresso-Auswahl – für Kaffeeliebhaber

16 Sorten, so bunt wie ihre Verpackungen:

  • Sechs harmonische, ausgewogene Blends.
  • Vier Single Origins für die Fans edler Herkunftskaffees inklusive zwei Bio und einer entkoffeinierten Variante.
  • Zwei Sorten entkoffeinierten Kaffee.
  • Vier besonders raffiniert-aromatische Varietäten. 

                                                                                                                                                                                                                                                          

Kaffeewissen von A-Z

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